Als ich meine Frau kennengelernt hatten, schien die Welt noch in
Ordnung. Ich hatte einen gut bezahlten Job, der mir Spaß machte. Da es aber in
Mode kam, teure Informatiker durch billige Praktikanten zu ersetzen und beim
Staat auch noch die Dreistigkeit zu haben, nach Indern zu betteln, die man noch
mehr ausbeuten kann, wurde auch ich auf die Straße gesetzt.
Solche Firmen hatten mir den Wohnort Deutschland vermiest. Dazu kam, dass die Umwelt in Deutschland immer agressiver, genervter und krimineller wurde. Meine Selbstständigkeit bot mir die Möglichkeit, von allen Plätzen der Welt per Internet zu arbeiten, auch wenn mein Firmensitz zunächst mal in Deutschland blieb.
Durch das geänderte Zuwanderungsgesetz war es nicht
möglich, dass meine Frau mit mir in Deutschland lebt. Sie hätte einen
Deutschkurs machen müssen, der so komplex ist, dass die Durchfallquoten bei über
60% liegen. Der deutsche Staat nennt das familienfreundliche Politik.
Die Internetgeschäfte werfen zudem nicht genug ab, um eine Familie davon zu ernähren.
Also bot ich meiner Frau an, nach Thailand zu ziehen. Sie hatte hier einen festen Verwandschafts- und Freundeskreis und einen festen Job. Die Lebenshaltungskosten sind sehr gering, die Menschen überaus freundlich, friedlich und hilfsbereit. Agressivität, eine Ellenbogengesellschaft, eine Servicewüste, Kriminalität, Drogenabhängigkeit usw. findet man hier so gut wie gar nicht. Es scheint wie ein Leben im Paradies zu sein.
In dieser netten Umgebung
soll unsere Tochter dreisprachig (thai, deutsch, englisch) aufwachsen. In
den Kindergärten und Schulen geht es sicherlich friedlicher zu als auf deutschen
Schulhöfen. Der Lebensstandard ist etwa vergleichbar, durch die zahlreichen
Servicekräfte sogar noch besser.