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22. Monat - Dezember 2009

Weihnachtsbaum

Es weihnachtet mal wieder sehr in Thailand. Eigentlich stellt man den Weihnachtsbaum ja erst Heiligabend auf. Aber hier ist alles etwas anders. Daher haben wir uns entschlossen, die Vorweihnachtszeit auch noch etwas zu verschönen. Daher holen wir unseren Plastikbaum am Nikolaustag aus dem "Weihnachtsbaumzimmer", indem zur Zeit unser Kindermädchen wohnt und in das Fiona irgendwann einziehen wird. Nun steht er bis zum 6. Januar im Wohnzimmer.

Kiwi bewundert den Baum jeden Morgen und schaut ihn schon fast ehrfürchtig an. Weihnachten kann also kommen... Den ganzen Monat über spiele ich deutsche und internationale Weihnachtsmusik, damit sie damit vertraut wird. Dient ja auch der Allgemeinbildung. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Schnee. Aber der bleibt wie jedes Jahr aus. Die Temperaturen fallen kaum unter 23 Grad.

Schlauch Sauber

Kübel

Mit voller Begeisterung hilft Kiwi ihrer Nanny beim Rasen besprühen und Säubern der Umgebung.
Oben rechts íst auch "Tiger" zu sehen. Vor einigen Monaten ist leider "unsere" Katze Monty eines Tages spurlos verschwunden. Ich habe sie tagelang gesucht, aber sie blieb verschollen. Vor wenigen Wochen ist uns dann eine andere Katze zugelaufen. Nachdem ich sie gefüttert hatte, blieb sie gleich ganz da und bewacht nun unser Grundstück. Nach einer etwas scheuen Anfangsphase ist sie nun sehr zutraulich.
Zum Spielen sind ihre Krallen allerdings etwas zu heftig für Fiona. Als Nanny eines Tage nicht genau hin sah hatte sie eine kleine Verletzung am Bein. Sie schrie oder weinte aber nicht. Als ich das kurze Zeit später entdeckte, fragte ich Fiona einfach, woher sie die Verletzung habe. Sie verstand mich sofort, ging zur Katze und zeigt zunächst auf sie und dann auf ihren Fuß. Ich fand das sehr beeindruckend.

Vorsorglich fuhr Ju mit ihr zum Arzt, um gegen Tollwut geimpft zu werden. Denn wir kannten die Katze ja noch nicht lange genug. Tiger soll aber in Kürze auch einen größeren Check beim Tierarzt erhalten.

Tempel

Zurück zum Weihnachtsfest. Eine besondere Überraschung bot in diesem Jahr der einzige Deutsche, der noch in unserem Dorf wohnt. Er verkleidete sich als Weihnachtsmann und gab allen Kindern ein kleines Geschenk auf dem Spielplatz. Natürlich hatte Fiona mal wieder großen Respekt vor dem großen komischen Typen mit dem roten Gewand und schluchzte als einziges Kind los.

Sie ist jeden Morgen und Abend im Dorfzentrum, wo sich mittlerweile um die 10 Kinder zwischen wenigen Monaten und 4 Jahren aufhalten. Sie schaut sich zwar sehr gerne an, was die anderen Kids so treiben, aber eine direkte Unterhaltung ist nicht so ihr Ding. Kaum wieder zu Hause brabbelt sie dann aber los und findet kaum ein Ende.

Babykontakt

Etwas aufgeschlossener ist sie allerdings gegenüber kleinen Babies. Hier verschenkt sie auch mal etwas.

Die Geräte wie Schaukel und Rutsche kann sie mittlerweile fast alleine nutzen. Am meisten machen ihr aber die kleinen Häuschen Spaß, um die sie herum läuft oder von innen herausschaut. Ich bin gelegenlich mit dabei, zumal ich in der Winterzeit ab und zu mal auf das morgendliche Schwimmen im Pool verzichte.

Ansonsten haben sich eine Stunde am Nachmittag und dann noch mal am frühen Abend eingependelt, in denen ich mich mit Kiwi alleine beschäftige. Ich überlasse ihr zumeist, was wir machen: Bücher lesen, mit Lego, Würfel, Bällen, Karten, Holzspielzeug etc. spielen, singen, malen, einfach rumtollen oder Trickfilme schauen. Es macht viel Spaß - für beide.

Schaukel Wippe

Bodensitz

Völlig erstaunt bin ich über Fionas Begabung, alles so schnell zu erfassen. So kann sie z.B. die Zahlen von 1 bis 10 und das komplette Alphabet in deutsch, englisch und thai sprechen und erkennt auch schon die Buchstaben. Tiere und Gegenstände in Büchern ordnet sie problemlos zu. Und der Oberhammer ist die Bedienung eines Notebooks. Ein par Mal hat sie es bei uns beobachtet. Jetzt holt sie das Notebook aus der Tasche, klappt den Monitor hoch, drückt den richtigen Knopf zum Anschalten, sagt, dass die Maus noch fehlt, holt diese aus der Tasche, steckt sie in den USB-Anschluß und klickt dann auf den Camera-Button, um sich selbst auf dem Bildschirm zu bewundern. Ich denke, das können die wenigstens Über-50jährigen... Ju und ich waren völlig verdutzt, als wir das das erste Mal beobachtet haben. Daran merkt man, dass die Kids von heute sich immer schneller entwickeln. Ich hatte z.B. erst in der Schule mit 6 Jahren das Alphabet gelernt.

Mamasitz

Genaus erstaunliches findet abends statt. Derzeit liest ihr noch meistens unsere Nanny eine Gute-Nacht-Geschichte vor. D.h. das war so. Denn jetzt meint Kiwi, dass sie der Nanny etwas vorlesen müsste. Natürlich liest sie nicht richtig, sondern erklärt ihr die Bilder und erzählt die Geschichte aus der Erinnerung.

Ich werde bald auch damit starten, deutsche Geschichten und Märchen zu erzählen. Noch hielt ich es für zu früh, da sie bis vor kurzem noch etwas ungeduldig war. Aber mittlerweile sitzt sie auch länger und hört zu. Ob sie allerdings alles versteht, weiß ich nicht. Zu mir ist sie noch etwas wortkarg.

Erstes Bild

Es ist schon fast selbstverständlich, dass sie auch Kameras bedienen kann. Liebend gerne lässt sie sich fotografieren und stellt sich fotogen hin. Dann kommt sie sofort angerannt und möchte das Bild sehen. Und dann geht es anders herum. Links ist übrigens ihr allererstes gelungenes Bild zu sehen. Das erste ging im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose, weil sie die Kamera nach unten auf ihre Hose hielt. Beim zweiten Mal wollte ich ihr dann noch zeigen, wo sie drauf klicken muss und da war es dann auch schon geschehen und es entstand dieser Schappschuß von mir. Später kam sie auf die Idee, ich sollte mal ihr Kleid über meinen Kopf stülpen. War auch ein Foto wert, wie sie fand.

Rechts unten ist ihre Spielkiste zu sehen, wo sie von Malstiften bis zu Legosteinen alles verstaut.

Turban Spielkiste

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