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21. Monat - November 2009

Handtuch

Es vergeht kaum ein Tag mit neuen Überraschungen und schönen Momenten, die wir mit Fiona haben. Unsere Reise nach Europa hatte sie gut überstanden. Sie scheint verstanden zu haben, dass es sozusagen Urlaub war und wir jetzt wieder im Haus in Bangkok leben. Sie schaut sich gerne die Fotos unserer Reise an und erkennt auch Personen wieder. Hierfür greift sie selbständig gelegentlich in eine große Tasche voller kleiner Reisealben und blättert diese durch. Sieht sie sich selber, sagt sie "Kiwi".

Ob sie aber nun lieber in Deutschland ihre Zeit verbringt oder in Thailand konnte ich nicht feststellen. Hauptsache, ihre Eltern sind in der Nähe. Dann scheint sie überall glücklich zu sein.

Waschbecken

Kiwi legt viel Wert auf Sauberkeit. Das haben wir schon oft festgestellt, da sie jeden Fussel zum Papierkorb bringt und Staub aufwischt. Wenn sie sich mal aus Versehen die Finger schmutzig macht, z.B. beim Blättern einer frisch gedruckten Tageszeitung, geht sie zum Badezimmer und möchte sich neben das Waschbecken setzen. Dann dreht sie den Wasserhahn auf und wäscht sich die Hände.

Wenn sie sich auf meinen Schoß setzt, um sich z.B. mit mir ein Buch anzuschauen, holt sie erst ein Handtuch und legt es sich unter sich. Sie hat wohl Angst, dass sie aus Versehen Pipi machen muß. Das ist nämlich mal vor vielen Monaten im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gegangen. Mittlerweile sagt sie vorher Bescheid. Auf ihre Babytoilette möchte sie aber nicht mehr. Jetzt muss es schon das Erwachsenenklo sein.

Shopping

"Shopping" ist nicht nur eines ihrer Lieblingswörter, sondern auch eine beliebte Tätigkeit. Da der große Einkaufswagen für sie zu groß ist, haben wir ihr einen kleineren besorgt. Da wirft sie alles mögliche rein und fährt damit durch die Gegend.

Außerdem spielt sie immer häufiger mit ihren Puppen und Plüschtieren, klebt Buchstaben, Zahlen und Symbole an den Kühlschrank und spielt mit Kegeln und Kugeln. Mit den Legosteinen kennt sie sich inzwischen gut aus. Ich habe ihr beigebracht, dass man damit auch eine Reihe wie Dominosteine aufstellen kann. Sie selber möchte das aber nicht. Das soll ich immer machen. Bin ich fertig, wirft sie den ersten Stein und freut sich dann über die umgefallenen Steine.

Geburtstagskuchen

Im November hatte Ju Geburtstag. Wie üblich haben wir einen Kuchen bestellt. Mangels Backofen ist selber backen leider nicht möglich. Aber es gibt auch in Thailand Kuchen, die durchaus gut schmecken. Ju hatte sich diesmal einen Himbeer-Käse-Joghurt-Kuchen gewünscht. Er wurde passend beschriftet und nun von uns mit Kerzen bestückt. Schon durch meinen Geburtstagskuchen im September wusste Kiwi, dass man die Kerzen auspusten musste. Macht ja eigentlich das Geburtstagskind, aber wir überließen ihr die Freude.

Interesse

Wir wurden zu einem Kinderfest in einem Krankenhaus eingeladen. Die Firma, die die Spezialmilch verkauft hat alle registrierten Kunden angeschrieben und für Kinder einen umfangreichen Tag kostenlos organsisiert. Da sich unsere Nanny ein paar Tage Urlaub gönnte nahmen wir eine gute Freundin mit.

Rund 50 Kinder waren mit ihren Eltern gekommen, um sich in mehreren großen Räumen zu amüsieren. Aufgebaut waren viele Spielgeräte, Trampoline, Knautschkissen und Lichtspiele. Es gab ein Puppentheater, eine Polonaise und es wurde gesungen. Außerdem gab es kleine Geschenke, z.B. kleine Autos, Puppen, Würfel und Luftballons-Figuren. Fiona packte mit Begeisterung die Pakete aus und verfolgte die Szenerie teilweise mit großem Interesse, aber auch mit Verwirrung und einer gewissen Lässigkeit.

Spielzeugauto Spielzeugpuppe

Brücke

Allerdings verlief nicht alles gut an dem Tag. Da waren nämlich auch die ganzgroßen Bären und Comicfiguren, in denen Menschen steckten. Sie übergaben den Kindern Luftballons oder machten Seifenblasen. Doch das war Fiona sehr suspekt. Bislang kannte sie solche Figuren nicht. Also fing sie heftig an zu weinen und wollte nur noch weg. Sie war das einzige Kind, das verängstigt war. Vielleicht war es doch nicht so gut, dass sie kaum Fernsehen schaut. Sonst hätte sie die eine oder andere Figur erkannt. Nach 10 Minuten in einem anderen Raum gab sich das aber. Kontakt zu anderen Kindern nahm sie aber nicht auf. Sie ist eben sehr schüchtern - so wie ich früher auch.

Pakete Luftballons

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Die 21jährige Studentin Cassandra ist fasziniert über das Thema Kinderwunsch. Wie man sich den trotz mancher Hürden erfüllen kann, beschreibt sie in ihrem beeindruckenden Blog.

 
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