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19. Monat - September 2009

Sandkasten

In diesem Monat ging Fiona zum ersten Mal auf ganz große Reise. Mit ihren Eltern ging es per Flugzeug nach Deutschland. Früher dachte ich, für Babys bringen Urlaubsreisen eigentlich gar nichts. Sie können sich ja eh nicht später daran erinnern. Und sie bekommen wohl auch nicht mit, dass es eine Reise ist und können den Urlaub nicht genießen. Auch müsste der 10stündige Flug ein reiner Streß sein.
Doch im Nachhinein sehe ich das ganz anders.

Der Flug verlief erstaunlich ruhig. Die Maschine der Air Berlin war zwar fast ausverkauft, doch neben uns waren noch 2 freie Plätze. Familien mit Kinder genießen den Vorteil, in der ersten Reihe mit Beinfreiheit sitzen zu dürfen. Fiona hatte zwar keinen eigenen Platz, konnte aber trotzdem auf den freien Sitzen schlafen. Doch sie war die Munterste von uns. Sie tat so, als wenn sie schon viele Flüge hinter sich hätte. Sie sah sich die Bilder in ausgeteilten Magazinen wie Stern an, spielte mit ihrem Anschnallgürtel "Klick" oder schauet auch mal verschämt zu anderen Passagieren. 2 Stunden blieben dann aber doch beim Tagflug für ein Schläferstündchen übrig. Das einzige Problem waren die ungewöhnlich kleinen Toiletten, die Kiwi nicht mochte. Dadurch gingen am Ende fast die Windeln aus.

Gesicht Blumen

Ball Schiff

Schaukel

Der erste Besuch bei ihren Großeltern am Harzrand. Im Garten befindet sich ein kleiner Spielplatz, der für ihren Cousin Daniel angelegt wurde. Trotz der kühleren Temperatur genoß sie die Geräte und tobte ordentlich im Garten herum. Mit dem Wetter hatten wir in der ganzen Zeit aber viel Glück. Viel Sonne, fast kein Regen und zumeist zwischen 18 und 25 Grad. Mein Wetter! Etwas Erkältung zu Beginn und zum Ende blieben trotzdem nicht aus. Fiona hatte damit aber nur einen Tag zukämpfen, Ju etwas länger, ich war abgehärtet.

Zu den Mahlzeiten gab es zumeist deutsche und Harzer Spezialitäten wie Braunkohl. Kiwi aß meist selber vom Teller und fand es ganz toll, dass ihr ihre Oma immer halbe Brötchen gab statt kleine Krümel, wie sie es von uns kannte. Nach den Speisen brachte Fiona immer einzelne Dinge wie Butter, Brotkorb usw. in die Küche. Sie war dann immer ganz traurig, dass irgendwann der Tisch leer war und sie nichts mehr zu tun hatte.

Sie lernte auch ihren Cousin und ihre deutsche Tante kennen. Daniel war nicht ganz so begeistert, dass er jetzt nicht mehr allein im Mittelpunkt stand. Fiona beobachtete nur und machte ihm vieles nach, z.B. das Rütteln am Sonnenschirm.

Gartenrennen Mahlzeit

Sonnenschirm Daniel

Friedhof

Während der ersten 10 Tage waren wir nur in der Nähe meiner alten Heimatstadt Bad Harzburg. Wir besuchten das Grab meiner Oma und waren häufig in der schönen Fußgängerzone, Bummelallee genannt. Neben einigen formalen Angelegenheiten bei Behörden und Banken saßen wir mehrmals im Cafe. Fiona war sehr begeistert von den Springbrunnen und den anderen Gewässern im Ort. Auch an keinem künstlichen Tier kamen wir vorbei, ob Krokodil oder Esel. Echte Tiere, wie Enten, waren für sie aber noch sympathischer. Mit ihrem markanten "mmm" und ihrem Zeigefinger macht sie uns auf Dinge aufmerksam, die wir uns anschauen sollen.
Bei Automaten reicht es schon, wenn sie irgendwo drin- oder draufsitzt. Bewegen muss es sich nicht mal.

Esel Krokodil

Am Springbrunnen Im cafe

Automaschine

Weitere Autofahrten gingen durch den Harz und nach Goslar. Auch auf dem Marktplatz waren der Brunnen und die Tauben wieder ein ganz großes Erlebnis für Fiona. Vor einem Spielzeugladen sah sie einen Kinderwagen. Sie meinte, den könne sie nun vor sich herschieben. Wir haben uns das aus einiger Entfernung mal angeschaut (siehe Bild unten). Aber der Besitzer darf sich freuen, ich haben den Wagen dann wieder zurückgebracht.

Sehr spannend waren auch unsere Besuche im Harzburger Wildpark. Die Ziegen machten einen ganz schönen Lärm, den Kiwi bewunderte. Auch die Rehe gefielen ihr. Im Märchenland hat sie Kaninchen gesehen. Überhaupt genoß sie dort alles: eine lange Rutsche in einer Kiste, Autofahrten und die kleine Bimmelbahn. Als der Zug hielt, um Nachzügler einzusammeln, sagte sie "Noch mal noch mal".

Wildpark Spielzeugladen

Märchenland Pferdewiese

Goslar

An einem Tag fuhren wir nach Hannover zu meinem Vater. Wie immer war Fiona zu Beginn schüchtern. Die relativ kurze Zeit nutzten wir u.a. auf einem Pferdehof, auf dem Kiwi nicht nur auf einem Pony reiten, sondern auch größere Pferde berühren konnte. Sie war richtig begeistert.
Auch ihre Urgroßmutter war sichtlich angetan von ihr.

Am Abend holten wir unsere thailändische Bekannte Nuch vom Bahnhof ab, die aus Holland eintraf, um uns auf einer kleinen Euro-Tour zu begleiten. Diese starteten wir zwei Tage später. Berichte davon gibt es auf der folgenden Monatsseite.

Vater Hannelore

Pferdehof Oma

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Die 21jährige Studentin Cassandra ist fasziniert über das Thema Kinderwunsch. Wie man sich den trotz mancher Hürden erfüllen kann, beschreibt sie in ihrem beeindruckenden Blog.

 
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