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Die Geburt

Das erste Foto

Das erste Foto von Kiwi ein paar Sekunden nach ihrer Geburt

24.1.08

Nur noch wenige Wochen...
der Geburtststermin ist laut meiner Rechnung am 10. März 2008.
Doch ich habe gehört, dass man in der Schule belogen wurde. Es sind gar nicht exakt 9 Monate Schwangerschaft, sondern etwas weniger. Ein Skandal!

Der Arzt, bzw. das Ultraschallgerät hat den 18. Februar berechnet. Grundlage sind die Länge und das Gewicht des Kindes. Da aber in diesem Fall ein europäischer Vater im Spiel ist, sollte man diesen Termin wohl nicht ganz so ernst nehmen. Aber so Ende Februar/Anfang März könnte sein.

Ob es eine natürlich Geburt oder ein Kaiserschnitt sein wird, steht noch nicht fest. Ju wünscht sich gerne eine Naturgeburt. Bei einem Kaiserschnitt wäre der 3. März ein geeignetes Datum. Leicht zu merken, nah am berechneten Termin  und an einem Montag ist auch der König geboren.

Der Vater wird natürlich umso nervöser je näher der Tag der Geburt kommt. Werde ich den Tag nervlich überstehen? Wir werden sehen....

Der Tag der Geburt

Familienfoto

Familienbild im Operationssaal

Endlich war es soweit. Um einen Kaiserschnitt kamen wir nicht herum. Das Kind ist für thailändische Verhältnisse und für das Alter der Mutter zu groß.

Wir hatten uns den 28. Februar 2008, 13:44 Uhr ausgesucht. Der Zeitpunkt sollte ein glückliches Leben versprechen. In Thailand sind solche Vorhersagen von Mönchen oder Hellsehern üblich. Praktisch alles, was man tut, wird am liebsten 'abgesegnet'.

Um 10 Uhr sollten wir am Vejthani Hospital im Bangkoker Stadteil Lat Phrao erscheinen. Es gab zunächst allgemeine Untersuchungen, ob die Mutter gesund ist. Danach zeigte man unser Zimmer, das einem Hotelzimmer ähnelte. Schöne Terrasse, Sitzecke mit Sofa zum Übernachten des Vaters, Fernseher, Kühlschrank, Mikrowelle und komplett ausgestattetes Bad.

Ich war leicht nervös, versuchte es aber zu verdrängen. Auch Ju war nun klar, was die Stunde geschlagen hat. Vorfreude und Respekt vor der OP waren sichtlich erkennbar.

Mum Villa

Mum Villa

Die Kinder und Mütter werden in der Mum Villa untergebracht. Die Eltern erhalten hier auf Wunsch ein Einzelzimmer oder sogar eine zweiräumige Suite, um mehr Gäste unterzubringen.

In der Mitte befindet sich ein großer gläserner Raum, wo sich die rund 5 Hebammen aufhalten und die Babies Tag und Nacht versorgen. Zu unserem Zeitpunkt waren insgesamt vier Säuglinge vor Ort.

Die Zeit bis zur Operation überbrückte ich mit einem vorzüglichen Mittagessen aus dem hauseigenen Restaurant. In der Karte waren thailändische und internationale Gerichte aufgeführt, die aufs Zimmer gebracht werden. Ju musste leider hungern.

Um ca. 13:15 wurde Ju in den Operationssaal gebracht. Ich folgte ihr. Vor dem OP-Saal musste ich einen Kittel, sowie einen Mund- und Kopfschutz anziehen. Dann brachte mich eine Schwester zu meiner Frau.

Waage

Kiwi wird erstmals gewogen

Ju war halb betäubt. Sie konnte die Schnittstelle nicht sehen, weil eine große grüne Decke dazwischen stand. Ich unterhielt mich mit ihr. Die Operation dauerte gefühlte 10 Minuten. Vielleicht stimmte die Zeit auch. Für mich wirkte es teilweise wie eine Ewigkeit. Ich fragte mich, ob es Komplikationen gibt. "Bauch öffnen und Kind rausholen" dürfte doch eigentlich für einen Fachmann ein schneller Routinezugriff sein. Und warum schreit das Kind noch nicht?

Aber insgesamt war ich trotzdem stets zuversichtlich. Es wird schon alles klappen - so meine Devise in allen Lebenslagen.

Dann war es endlich soweit. Ich sah über der Decke unser Baby. Sie schrie auch sofort, allerdings etwas abgebrochen. Irgendwie schien noch etwas im Mund zu blockieren. Es war so eine Art Röcheln dabei. Die zahlreichen Hebammen lächelten aber die ganze Zeit. Ein gutes Zeichen. Eine Dame war komplett dazu abgestellt, 200 Fotos und einen Film über den ersten Tag zu produzieren. Was für ein Wahnsinnsservice! Als ich die Diashow das erste mal sah war ich hin und weg.

Kiwi wurde sofort gesäubert und gewogen.

Kiwi als Baby

Anschließend wurde uns Kiwi gezeigt und das erste Familienfoto wurde geschossen. Danach schlief Ju ein und ich wurde aus dem Saal geführt. Jetzt kam der Zeitpunkt, wo meine ganze angestaute Anspannung zusammenbrach. Ich hatte mir eigentlich eher eine ganz gelassene Geburt vorgestellt, aber das war eine echte Operation, wie ich sie bislang nur aus dem Fernseher kannte.

Schwankend bewegte ich mich auf das ein Eiscafe zu, das sich im Krankenhaus befindet. 2 Stunden wartete ich dort auf Mutter und Kind.

Mutter und Kind

Ju wurde dann ins Zimmer gebracht. Sie hat die OP ganz gut überstanden, hatte aber noch einige Tage Schmerzen an der Schnittstelle. Nach 2 Tagen konnte sie aufstehen und ganz gut gehen.

Kiwi befand sich zunächst für kurze Zeit in einem Brutkasten. Ich konnte sie dort durch ein Fenster sehen. Etwas später wurde sie dann in den Hebammenraum unserer Etage gebracht.

Hebammen

Hebammen betreuen die Babies

Die Verpflegung erfolgte in den ersten 3 Tagen hauptsächlich durch die Hebammen. Mehrmals wurde Kiwi in unseren Raum gebracht, u.a. auch zum Stillen. Wir erhielten eine Schulung zum Windelwechseln und zum Baden und Waschen.

Der Arzt gab mehrmals vorbei und erkundigte sich nach unserem Wohlbefinden. Die zahlreichen Schwestern waren alle sehr nett und hilfsbereit. Über kostenfreies Wireless LAN konnte ich kurze Zeit später die Erfolgsmeldung bereits verkünden.

Babysafe

Kiwi kommt zuhause an

Kiwi wirkte in der ersten Zeit recht teilnahmslos. Sie hatte selten die Augen auf. Irgendwie scheint sie die einzelnen Personen noch gar nicht richtig anzuschauen. Dabei erhoffte ich mir, dass mich mein Kind beim ersten Anblick gleich mit 'Papa' begrüssen würde... Na ja, muß ich wohl noch einige Monate warten.

Auffallend ist, dass ich plötzlich die zahlreichen Kinder in meiner Umgebung wahrnehme. Vorher interessierte mich wenig, wie alt ein Kind ist. Sie waren genauso einfach nur vorhanden wie Erwachsene auch. Nun achte ich aber mehr darauf, um zu sehen, wie unser Kind etwas später mal aussehen könnte, bzw. handeln wird.

3 Tage nach der Geburt konnten wir das Krankenhaus verlassen. In Thailand zahlt man die Geburt selber. Eine Art Sozialkasse gibt ca. 25% dazu. Insgesamt kostete uns das Vergnügen ca. 650 Euro. Es waren sehr aufregende, aber auch sehr angenehme Tage. Wir hatten auch viel Besuch von Freundinnen und Arbeitskollegen.

Mit dem Babysafe ging es dann per Auto nach Hause. Hier liegt Kiwi tagsüber in einem Babybett im Wohnzimmer und nachts bei uns im Schlafzimmer in einem Reisebett. Die erste Nacht verlief relativ ruhig - bis auf eine Unterbrechung.

Der direkte Draht

Neben unserem Kontaktformular, per E-Mail und Live-Chat sind wir auch telefonisch zu erreichen:
info@kcw.de
Tel. 05322 - 820614
Tel. 05322 - 9049150
täglich 6 bis 16 Uhr

Live-Chat
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Die 21jährige Studentin Cassandra ist fasziniert über das Thema Kinderwunsch. Wie man sich den trotz mancher Hürden erfüllen kann, beschreibt sie in ihrem beeindruckenden Blog.

 
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